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Re: Ufo Extraterrestrials 2 !!
  dusty
10.04.2017, 14:08
Re: Ufo Extraterrestrials 2 !!
  Kordor
07.04.2017, 23:20
Re: Hard Life addon
  Milchknilch
02.02.2017, 22:00
Re: Hard Life addon
  dusty
02.02.2017, 19:48
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Vidis hat uns eine erste Beta-Version (11.09.03) von Korea: Forgotten Conflict zur Verfügung gestellt, anhand derer wir Euch das kommende Taktikspiel etwas näher bringen wollen. Ergänzt wurde die Preview durch Informationen aus der mittlerweile erschienenen Demo, die auf jeden Fall einen Blick wert ist.

Nordkorea überfällt den Süden

Während man sich im Süden des geteilten Koreas auf die Bildung einer Nationalversammlung zum Zwecke der Vereinigungsmodalitäten vorbereitet, überschreiten Truppen des Nordens am frühen Morgen des 25. Juni 1950 den als Grenze dienenden 38. Breitengrad und eröffneten damit einen der blutigsten Konflikte der Geschichte. Die völlig überraschte Armee des Südens verliert schon nach 2 Tagen die Gewalt über die Hauptstadt Seoul und muss sich immer weiter nach Süden zurückziehen.

Mit dem Eingreifen der durch die UNO bevollmächtigen USA wendete sich das Blatt wieder zugunsten der überfallenden Südkoreaner. Am 27. Juli kommt es zum Waffenstillstandsabkommen zwischen Nord- und Südkorea. Gewonnen hat jedoch niemand - allein 25.000 US-Soldaten sterben in diesem Konflikt, in dem erstmals auch Biowaffen eingesetzt werden.

Plastic Reality greift mit seinem neusten Taktikspiel Korea: Forgotten Conflict auf dieses Szenario zurück und macht mit dem Untertitel klar, dass dieses düstere Kapitel der Geschichte nicht vergessen werden darf. Allzu viel historischen Tiefgang sollte man jedoch nicht erwarten: Wie schon in der Commandos-Serie beschränkt sich der Geschichtsunterricht auf das Intro und die Zwischensequenzen und entlässt den Spieler dann in fiktive Missionen, die sich genauso gut in jedem anderen Konflikt abspielen könnten.

Commander, wir haben ein Problem...

 BJ

Vor dem Spielstart wird noch flugs die Auflösung festgelegt. Von 800x600 bis 1600x1200 stehen einem hier vier verschiedene Stufen zur Auswahl, auch einige andere Grafikdetails lassen sich festlegen. Danach geht's aber sofort ab ins Spiel: die erste Mission stellt gleichzeitig das Tutorial dar. Mit dem Söldner B.J. Goodlover sollen wir uns Zugang zu einem Zug verschaffen, der kurz vor der Abfahrt steht. Auf dem fahrenden Zug gilt es dann, alle Gegner auszuschalten um die Kontrolle an sich zu nehmen. Dabei wird man noch vorbildlich anhand von Textnachrichten angeleitet, lernt die Kamerasteuerung kennen, befiehlt B.J. sich hinzulegen und lenkt eine Wache mit einer Zigarettenschachtel ab. Sogar auf das Dach eines Waggons kann man klettern, um die Wachen unten mit einer gezielten Granate auszuschalten.

Schon nach den ersten Schritten fällt die Ähnlichkeit zu Commandos oder Desperados auf. Isometrische Ansicht, bis zu fünf Spezialisten (Ranger, Medic, Scharfschütze, Sprengstoffexperte, Spion) die man in Echtzeit gegen die feindliche Überzahl schickt und ein Messer als am häufigsten eingesetzte Waffe. Doch mit dem Starten einer der späteren Missionen zeigen sich die Eigenheiten von Korea: FC: Eine detaillierte 3D-Engine, die zwar zumindest am Anfang die übliche Kameraverwirrung mit sich bringt, aber etliche Vorteile offenbart. Da ist zum einen das Missionsdesign, das in dieser Form wohl mit einer 2D-Engine nicht zu machen wäre. Besonders auffällig sind die realistischen Höhenunterschiede. Eine Brücke führt über einen beachtlichen Abhang und ein Söldner, der sich zum Hang eines Hügels vorgerobbt hat, scheint wirklich ein komplettes Tal vor sich liegen zu haben.

 

Mittendrin, statt nur dabei...

Dieser Realismus setzt sich auch an andere Stelle fort: Es gibt Wettereffekte und die Texturen der Gebäude wirken sehr wirklichkeitsnah, während die der Landschaften allerdings abwechslungsreicher sein könnten. Die Städte leben durch Gefechte zwischen Milizen und der gegnerischen Armee auf, Explosionen und ausgebrannte Autowracks sorgen für eine beklemmende Atmosphäre. Der monumentale Soundtrack tut sein übrigens, und so fühlt man sich als Spieler als wäre man mitten drin im Geschehen.

Dieses Mittendrin-Gefühl wird auch durch die Mission-Briefings noch verstärkt: In der Spielgrafik werden dort die Missionsziele vorgestellt und auch die Besonderheiten der Karte kurz angerissen. So wird auf Munitionslager hingewiesen, die eventuell noch hilfreich werden könnten oder auf das Kanalsystem der Innenstadt von Seoul, durch das man leichter von einem Ort zum anderen gelangen kann. Leider verliert man dann für einige Zeit die Orientierung: Was war noch mal das erste Ziel? Und wo muss ich dafür hin? Leider gibt es keine Minimap, weshalb man sich nicht selten fragt, in welche Richtung denn jetzt das Munitionsdepot oder der zu rettende Soldat liegt. Es gibt zwar eine Übersichtskarte und auch die Missionsziele lassen sich anzeigen. Aber auf der Karte erkennt man nicht alles sofort wieder. Hilfreich wäre es gewesen, wenn man soweit herauszoomen könnten, das man sich jederzeit einen Überblick verschaffen kann - leider ist das Zoomen in der Hinsicht sehr beschränkt.

Hat man sich dann jedoch die Karte etwas genauer angesehen, kann die Mission beginnen. Die eigenen Söldner sind meist nur mit Pistole und Messer ausgestattet, weshalb behutsames Vorgehen am Anfang besonders wichtig ist. Die Söldner verfügen über ein Inventar aus dem wir das Messer auswählen, um uns dann unser erstes Ziel herauszupicken. Wie schon bei Commandos sollte man nach dem Mikado-Prinzip vorgehen und mit einem Gegner in der Nähe anfangen. Mit einem Rechtsklick wird der feindliche Soldat attackiert, als er für einen Moment lang nicht von seinen Kameraden gesehen wird. Nun ist der nächste Soldat ungedeckt und man kann mit der nötigen Vorsicht einen Gegner nach dem anderen ausschalten.

 

Ein kurzer Schock...

Um dabei nicht entdeckt zu werden, lassen sich die Sichtlinien der Gegner einblenden. Automatisch passiert dies, wenn man schon entdeckt worden ist. Das kann schon mal passieren, da die 3D-Engine auch zur Folge hat, dass man oft nicht jede Ecke sofort einsieht. Deshalb hat sich der erfahrene Taktikspieler das regelmäßige Speichern angewöhnt - doch was ist das: "Points to save the Game x 5". Was?! Nur fünfmal speichern? Wer Commandos kennt wird diesem Feature wenig abgewinnen können - und kann beruhigt werden. In der vor kurzem erschienenden Demo ist freies Speichern möglich, weshalb wir gutes Hoffnung sind, dass das dann auch im fertigen Spiel der Fall sein wird.

Wenden wir uns also wieder unseren Gegnern zu: Die ersten sind erledigt und durch die eingesammelten Waffen konnten wir unsere eigene Truppe verstärken. Auffällig ist leider, dass der Gebrauch von Schusswaffen oft sehr effektiv ist. Aus der richtigen Entfernung genügt ein Schuss um den Feind zu erledigen, während der stets mehrere braucht. Das verleitet zu weniger taktischem Vorgehen, hetzt einem aber schnell das gesamte feindliche Lager an den Hals: Denn wenn die KI der gegnerischen Soldaten auch noch nicht überwältigend ist (z.B. überhören die Gegner in der Beta noch Fehlschüsse), bleibt wildes Geballer natürlich nicht unbemerkt.

... und viel Action

Deshalb besinnt man sich dann doch wieder auf das vorsichtige Vorgehen und entdeckt eine sehr praktische Funktion: Mit der Leertaste lässt sich das Spiel in einen Planungsmodus versetzen, in dem man seinen Söldnern mehrere aneinander gereihte Befehle geben kann. So lassen sich auch Aktionen des Teams koordinieren, damit etwa zwei Wachen die sich gegenseitig decken, zeitgleich zu Boden sinken. Denn während man in Echtzeit ein solches Timing kaum hinbekommen würde, lassen sich im Planungsmodus Wegpunkte, Pausen und Aktionen genau festlegen.

Die Missionen bieten allesamt viel Abwechslung, die Karten sind sehr interessant. An Bord eines Lastwagens der gegnerischen Armee kann man sich ins feindliche Lager schmuggeln. Dort lässt sich vielleicht ein Panzer kapern, der mit etwas Glück sogar bewaffnet ist (wobei die Fahrzeugsteuerung noch zu wünschen übrig lässt). Vielleicht ist das aber auch keine gute Idee, denn ein auf der anderen Seite des Lagers steht ein Zug mit Chemikalien bereit, der bei der kleinsten Auffälligkeit auf Reisen geschickt wird - womit die Mission verloren wäre.

 

Fazit

Korea: FC glänzt durch spannende Missionen, eine schöne 3D-Engine und Mittendrin-Atmosphäre im angenehm unverbrauchtem Szenario . In der Betaversion sind natürlich noch etliche Fehler enthalten, die KI hat einige Aussetzer und die Fahrzeugssteuerung sollte dringend überarbeitet werden. Dennoch stehen die Chancen nicht schlecht, dass sich Korea: FC zu einer echten Alternative zu Commandos 3 entwickelt. Zum Showdown der beiden Duellanten kommt es ab dem 24. Oktober, wenn beide Spiele zeitgleich auf dem deutschen Markt erscheinen

Pro:

  • detaillierte 3D-Grafik
  • Missionsdesign
  • Planungsmodus
  • Unverbrauchtes Szenario
  • Soundtrack

Contra:

  • nicht weit genug zoombar
  • verkorkste Fahrzeugsteuerung
  • wenige taktische Möglichkeiten im Kampf
  • Künstliche Intelligenz nicht immer auf der Höhe



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